Ch. 3: Philipp Goldbach

Das Archiv als Korpus

© Philipp Goldbach

© Philipp Goldbach

© Philipp Goldbach

© Philipp Goldbach

© Philipp Goldbach

© Philipp Goldbach


Der in Köln lebende Künstler Philipp Goldbach arbeitete in früheren Werken bereits mit Archivbeständen oder Diatheken, die er in ihrer Gesamtheit im Ausstellungsraum als eine Art Reenactment platzierte. Dabei wurden die Strukturen der Archive und Sammlungen komplett aufgelöst und lediglich ihre äussere Hülle, die auf Grund der digitalen Migration des Materials abfällt, inszeniert. 
Für die Arbeit im Rheinischen Bildarchiv wird Philipp Goldbach im Rahmen des Umzuges des gesamten Archives mit einem Bestand von 5,4 Millionen Bildern die 4.800 Archivkartons des Positiv-Archivs übernehmen.  Die ‚Leerung der Kartons’ begleitet Goldbach bereits seit Monaten im RBA fotografisch.  Die RestauratInnen arbeiten dort an einer Arbeitsstrecke minutiös getaktet an der Konservierung des fotografischen Inhaltes. 
Beispielhaft sollte im Ausstellungsraum diese Menge der Kartons und ihres transitorischen Zustands angedeutet werden: Als eine 1,75 Meter hohe Installation im Raum sollte ein Kubus bestehend aus 192 Kartons, auf einer Europlatte gestapelt, im Galerie-Raum aufgebaut werden. Der Künstler wird ab Sommer die gesamten Archivkisten in einer ortsspezifischen Installation über einen längeren Zeitraum fotografisch dokumentieren.